Gilde - Die Handelsgilde von Nuraja
Das Münzwesen der Handelsgilde:
Mit dem Erstarken der Handelsgilde entschloss sich der Gilde-Rat im Jahre 807 n.M. den Herrscherhäusern und Völkern Nurajas eine einheitliche Währung nahe zu legen. Der Rat bot den Völkern an, die Aufgabe der Verwaltung, Münzprägung und Kontrolle der Währungsqualität zu übernehmen. Nach langem Zögern stimmten die Verantwortlichen Führer und Regenten letztendlich in den Vorschlag der Handelsgilde ein. Ein paar wenige Regionen wollten aber an ihrer eigenen Währung festhalten, was sich im Laufe der Jahre dann aber als kaum durchführbar gestaltete und nach einer zögernden Anlaufzeit hatte sich die Währung der Handelsgilde weltweit etabliert.

Als eigentliche Zahlungsmittel wurden Münzen und Flachbarren geprägt. Nach ein paar Hundert Jahren konnten sogar Bankgeschäfte an den Münzhallen getätigt werden und Konten eröffnet werden, sowie Kredite genommen werden. Die einzelnen Münzen und ihre Zusammensetzung und die unterschiedlichen Geldwerte sind hier zu finden.

Die Handelsgilde übernahm zwar die Kontrolle über das Münzwesen, aber nur als ausführendes Organ. Die Gilde förderte keinerlei Edelmetalle und dergleichen, sondern bot nur die vereinheitlichte Münzprägung als Dienstleistung an. Jeder konnte gegen Gebühr seine Edelmetalle in die gängigen Münzen prägen lassen und sie von nun an als anerkanntes Zahlungsmittel auf ganz Nuraja benutzen. Nach und nach wurden in allen wichtigen Großstädten, Herrschersitzen, und Handelsstützpunkten Nurajas Münzhallen eröffnet. Zu Begin waren dies meist einfache Handleshäuser oder abgetrennte Bereiche in Kontoren oder Gildehallen. Die große Verantwortung für die Sicherheit und einheitliche Qualität der Münzen verlangten aber schnell einen breiter angelegten Schutz der Münzhallen und es wurden stark befestigte Gebäude errichtet. Je größer und umfangreicher die jeweilige Münzhalle war, desto eher erinnerte sie an kleine Festungen, oder Kastelle. Einheiten des Gildekorps wurden in den Hallen einquartiert, um für eine eventuelle Verteidigung des Gildeeigentums zu sorgen.

Neben der Verarbeitung von den münzeigenen Metallen, bot die Handelsgilde auch an, andere Bodenschätze, wie Edelsteine und seltene Mineralien oder etwa fertige Schmuckstücke und andern Gegenstände aus wertvollen Materialien nach einer Wertschätzung und einer kleinen Gebühr in die gängige Währung umzutauschen.

Zusätzlich zu den Verwaltern der Münzhallen, sowie deren assistierenden Angestellten, die sich um die buchhalterischen Belange der Gilde kümmerten, standen auch einige Arbeiter aus Metallverarbeitenden Zünften im Dienst der Gilde. Allen voran waren Feueradepten stets gesuchte Mitarbeiter in den Münzhallen. Denn nur in der extremen Hitze des Adeptenfeuers konnte das ansonsten Magie unempfindliche Kenterra bearbeitet werden.